Innerartliche Sozialaggression

Raufergruppen! – Vermittlung von Sozialkompetenz!

Ist Ihr Hund ein Rambo oder gar ein Raufer? Wenn ja, haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ihn deshalb in einer Rambo oder Raufergruppe zu „arbeiten“ und mit anderen Rambos frei laufen zu lassen? Der eh schon Verunsicherte Hundehalter mit seinem sozialaggressiven Hund mag bei dem Gedanken irritiert den Kopf schütteln und sich fragen, wozu das denn gut sein soll. „Macht das nicht alles noch viel schlimmer?“ Das Gegenteil ist sehr häufig der Fall, es wird in den meisten Fällen nicht schlimmer, sondern wesentlich besser!

Dabei sollte der zu integrierende Hund in drei Phasen an ein solches Vorhaben herangeführt werden.

1. Phase:

Hoher Grundgehorsam sowohl auf sozialer Ebene als auch auf formaler Ebene. Der Leinenführigkeit, der zuverlässige Rückruf, ein von Außenreizen belastbares Sitz und Platz und ein stabiles verharren auf einer Decke sind die Übungselemente.

2. Phase:

Der Unterschied zwischen offenem und geschlossenem Führmodus wird vermittelt. Hundebegegnungen werden unter Aufsicht des Trainers trainiert. Entweder geht man an dem entgegenkommenden Hund vorbei oder man lässt Kontakt zu. Hierzu werden individuelle Führstrategien erarbeitet und das kontrollierte Unterbrechen so wie das kontrollierte Abbrechen einer Hundebegegnung wird trainiert.

3. Phase:

In Phase 2 wird noch jeder Hundekontakt gezielt gesteuert und die Kontaktpartner sind noch Handverlesen. In Phase 3 nicht mehr. Jede Form der Profilierung bis hin zur sozialaggressiven Auseinandersetzung wird geduldet oder eben nicht. Jeder Hund kann jeden treffen. Der Hintergrund ist, ein Hund soll nicht immer durch Fremdmanipulation zu sozialem Wunschverhalten gezwungen werden. Innerartliches soziales Lernen darf stattfinden?!

Die Idee:

Da gibt es die geschlossene Raufgruppe, in der jede Form der innerartlichen Sozialaggression unter eine Verbotsnorm fällt. Jede Form der aggressiven Profilierung eines Hundes wird durch zweibeinige „Aufpasser“ im Ansatz unterbunden. Selbst das angeberische Scharren auf dem Boden oder das Absetzen von Urinmarken ist strikt untersagt. Es ist im Grunde genommen nichts erlaubt, was zu einer sozialaggressiven Auseinandersetzung führen kann. Im Gegensatz hierzu erlaubt die offene Raufergruppe jede Form der Profilierung bis hin zur sozialaggressiven Auseinandersetzung. Der therapeutische Ansatz zielt dabei in eine völlig andere Richtung als bei der geschlossenen Gruppe. Ein Hund soll nicht durch Fremdmanipulation zu sozialem Wunschverhalten gezwungen werden, sondern das eigene (Fehl-) Verhalten soll in der offenen Gruppe einer Negativprägung unterliegen und dadurch zum Positiven geändert werden. Die grundlegende Idee des Aufbaus einer Raufergruppe besteht darin, sehr kritische Hunde, die quasi als nicht gesellschaftsfähig gelten, durch das Raufer-Modell erstmalig beziehungsweise erneut sozial zu integrieren. Sie sollen lernen, beim Zusammentreffen mit Artgenossen keine hysterischen Angriffshandlungen mehr durchzuführen, sondern sich emotional ohne Eskalationsfolgen zu bewegen. Zum Thema Raufer-Rambos-Mobber wird ein bis zweimal jährlich ein Wochenendseminar angeboten. Schauen Sie auf unsere Jahresübersicht. Der Kurs findet momentan nach Absprache statt und dauert 1,5 Stunden. Es besteht die Möglichkeit eine Zehnerkarte zu 130 Euro oder eine einzelne Gruppeneinheit zu 15 Euro zu erwerben. Jahresübersicht

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